Arcan İsenkul (geb. 2005 in Ankara), der für seinen „lebendigen musikalischen Ausdruck, seinen hervorragenden Klang und seine künstlerische Vision“ gelobt wird, wurde 2025 für die Teilnahme am renommierten Siemens Arts Programme ausgewählt, in dessen Rahmen er im Weill Music Room der Carnegie Hall in New York auftrat.
Er begann seine musikalische Ausbildung 2014 an der Musikvorbereitungsschule der Bilkent-Universität bei Ece Akyol und schloss sein Studium 2023 in der Klasse von Cavid Cafer ab. Derzeit setzt er sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK Frankfurt) bei der renommierten Bratschistin Tabea Zimmermann fort. Er gewann Preise bei zahlreichen nationalen und internationalen Kammermusik- und Solistenwettbewerben, darunter den „Pirastro Outstanding Young Talent Award“ beim 6. Internationalen Oskar-Nedbal-Viola-Wettbewerb und den ersten Preis beim Internationalen Prof. Ruşen-Güneş-Viola-Wettbewerb.
Als Solist trat er mit dem Jugend-Sinfonieorchester Ankara, dem Aurora-Kammerorchester, dem Başkent-Kammerorchester, dem Bilkent-Jugend-Sinfonieorchester, dem Bilkent-Sinfonieorchester, dem Nationalen Symphonieorchester von Bursa, dem Nationalen Symphonieorchester von Çukurova, dem Symphonieorchester der Stadtverwaltung von Eskişehir, dem Hacettepe-Symphonieorchester, dem Orchester des Musikzentrums Luzern und dem Symphonieorchester der Stadtverwaltung von Muğla auf.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker trat İsenkul bei Festivals wie dem Schwetzinger SWR-Festival, dem Yellow Barn, den Bilkent Music Days, dem Festival du Haut-Var, dem Luzerne Music Center, dem JM International Chamber Music Campus und der G. Henle Kammermusikakademie auf. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen zahlreiche renommierte Künstler wie Jaan Bossier, Lucas Fels, Stefan Hempel, Sebastian Klinger, Angelika Merkle, Tim Vogler und Tabea Zimmermann. Zudem hat er an Meisterkursen bei renommierten Musikern wie Amihai Grosz, Marion Leleu, Tatjana Masurenko, German Tcakulov, Heime Müller und Günter Pichler teilgenommen.
Als Orchestermusiker war er als Solobratschist bei Projekten wie dem Concertgebouworkest Young, dem Concertgebouworkest String Fling und dem Verbier Festival Junior Orchestra tätig; außerdem trat er mit dem Bilkent Symphony Orchestra, dem Bilkent Youth Symphony Orchestra, dem Ankara Youth Symphony Orchestra und dem Turkish Youth Philharmonic Orchestra auf.
İsenkul erweitert seine künstlerische Vision auch auf andere Medien und verbindet dabei seine klassische Ausbildung mit zeitgenössischer Filmmusik. In diesem Zusammenhang komponierte er gemeinsam mit Çetin Özen die Originalmusik für „Jasmine“ (2025) für HBO Max und für den Film „Bir Ömrün Sonbaharı“ (2025).
Als Stipendiat des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben setzt Arcan İsenkul seinen künstlerischen Werdegang auf einer Bratsche von Josef Kantuscher, Op. 310, aus dem Jahr 1973 fort, die ihm von der Stiftung zur Verfügung gestellt wurde.